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Eine Finca auf Mallorca zur Miete im Jahre 1838
Wenn ich bedenke, was ich heute zahle für unseren Urlaub auf einer Finca
auf Mallorca und was George Sand mit ihren Kindern Frederic Chopin vor 170
Jahren bezahlten, dann bin ich sehr froh heute zu leben.
Auch ist es nicht nur der Preis, der mir dieses Geschäft heute schmackhafter
macht, als wenn ich dies vor so langer Zeit hätte entscheiden sollen. Nein,
mir persönlich würde es vielmehr um die Ausstattung, also um die Qualität
der Unterkunft gehen.
Dazu kommt noch die Auswahl. So ist in dem Buch von George Sand, Ein Winter
auf Mallorca überliefert, dass es nicht ein einziges Gasthaus gebe auf
der ganzen Insel. So schön man sich diesen Zustand ausdenken und ausmalen
mag, speziell wenn man fest hier wohnt, als gelegentlicher Besucher wäre
dies halt grauenhaft.
So habe ich doch heute nur die Qual der Wahl der richtigen Finca bzw. des richtigen,
seriösen und günstigen Vermittlers. Ich kann mir heute sehr leicht
über das Internet meine Wunschfinca mieten, die zu meinem Budget passt
und alle meine Kriterien erfüllt. Sollen es zwei, drei oder vier Schlafzimmer
sein? Wie viele Bäder brauchen wir? Müssen die en suite sein? Soll
das Wohnzimmer einen Kamin haben und der Pool ein Überlaufmodell sein?
Brauchen wir einen großen gemauerten Außengrill oder reicht ein
mobiler? SAT-TV haben sie ja fast alle, aber Internet mit ADSL auch? Dann habe
ich noch gar nicht überlegt, in welcher Ecke von Mallorca ich denn gerne
hin möchte. Norden, Osten, Süden, Westen oder doch lieber in den Nordosten?
Ich glaube, George Sand hätte diese Probleme bei der wohl ersten Suche
einer Finca Mallorca als Ferienunterkunft
auch gerne gehabt. Hätte sie gewusst, dass wir uns manchmal diese Zustände
von damals heutzutage wünschen?
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