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Passt Jazz zur Inszenierung von romantischen Momenten?
Das Wort Jazz führt immer noch zu grossen Missverständnissen. Meist
wird dadurch ein kompliziertes harmonisches Gebilde verstanden, welches sich
dem Musikverständnis des normalen Mainstream-Hörers entzieht, wenn
nicht geradezu mit seinem musikalischen Harmoniebedürfnis kollidiert. Darüber
hinaus entsteht manchmal die Assoziation von langen und wilden Soli, die sowohl
in Tempo als auch Melodie mit romantischen Momenten nicht in Einklang zu bringen
sind. Und in der Tat gibt es Stilrichtungen des Jazz, die sich eher für
ausgesprochene Liebhaber eignen als für das breite Publikum.
Doch der Jazz ist eine äussert vielschichtige Gattung von Musik, die sich
mittlerweile weit in den Bereich des Easy
Listening entwickelt hat. Hier werden eingängige Melodien mit moderaten
bzw. langsamen Tempi lediglich mit einigen jazz-typischen Verzierungen versehen.
Dazu gehören das Spielen der Septime in Akkorden, die dadurch mehr Farbe
enthalten als Dreiklänge oder die klassischen Power-Chords des Rock. Dazu
gehören weiter alterierte Quinten in Dominanten, die einen höheren
Spannungsaufbau vor dem Auflösungs-Akkord empfinden lassen und dadurch
mehr Farbe in die Harmonie bringen. Und es gehört die für den Jazz
typische Erweiterung des tonalen Raumes einer Tonart hinzu, durch z.B. Zwischendominanten
und Sekundärdominanten sowie verminderte Akkorde. All dieses führt
jedoch nicht etwa zu einer Befremdung des an den Mainstream gewöhnten Ohrs.
Im Gegenteil, die entprechende Musik wird als äusserst angenehm und entspannend
empfunden. Das Label Wavemusic hat sich mit dieser Form von Musik einen guten
Namen gemacht, beispielsweise mit den jazzandmore
CDs. Diese eignen sich hervorragend zur musikalischen Untermalung entspannender
und romantischer Momente.
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